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VERMISCHTES - BRAUCHTUM
19.02.2012 - 15:50 Uhr
Eine geschminkte Karnevalistin posiert am Sonntag (19.02.12) auf einer Strasse in Koeln waehrend der "Schull- und Veedelszoech" mit einen Kopf-Regenschirm. Die Koelner "Schull- und Veedelszoech" sind eine Zusammenfassung von zwei Veranstaltungen: die "Schullzoech" (Schulzuege), an denen sich Schueler Koelner Schulen beteiligen, sowie die "Veedelszoech" (Stadtteilzuege), bestritten von Stammtischen, Nachbarschafts- und Stadtteilvereinen. (zu dapd-Text).Foto: Roberto Pfeil/dapd - Foto: dapd/Roberto Pfeil

Hunderttausende Zuschauer bei Fastnachtsumzügen am Wochenende

Narren stürmen Rathäuser in Frankfurt am Main und Kassel

Berlin (dapd). Vor dem Start der Rosenmontagszüge in den Karnevalshochburgen haben bereits am Wochenende Hunderttausende Menschen die fünfte Jahreszeit mit Straßenumzügen gefeiert. In Norddeutschland hielten die Narren bereits am Samstag in zahlreichen Orten mit geschmückten Wagen Einzug. Allein in Hannover sahen laut Polizei rund 30.000 Menschen trotz Nieselregens dem närrischen Treiben zu. Beim sogenannten Ossensamstag in Osnabrück verfolgten rund 25.000 Besucher den Straßenumzug. In Ganderkesee (Landkreis Oldenburg) feierten am Samstag bis zu 30.000 Menschen mit mehr als 100 verkleideten Fußgruppen, festlich geschmückten Wagen und Musikzügen, wie die Organisatoren mitteilten.

Zum größten Karnevalsumzug in Thüringen kamen am Sonntag in Erfurt Zehntausende Schaulustige. 2.500 aktive Teilnehmer zogen durch die durch die Altstadt. Am "Zug der fröhlichen Leute" - dem nach Veranstalterangaben größten ostdeutschen Karnevalsumzug in Cottbus - nahmen am Sonntag etwa 4.000 Aktive aus vier Bundesländern mit mehr 100 Fahrzeugen teil.

Den gemeinsamen Fastnachtsumzug der Städte Ludwigshafen und Mannheim verfolgten am Sonntag mehr als 100.000 Schaulustige. Ab 13.11 Uhr zogen 57 Wagen, 31 Garden und 25 Fußgruppen auf der fünf Kilometer langen Strecke durch Ludwigshafen.

Auch die Rathäuser waren am Wochenende vor den Narren nicht sicher: In Frankfurt am Main haben die Garden der Fastnachtsvereine am Samstagnachmittag das Rathaus gestürmt. Dabei vergaßen die Karnevalisten die Ketten, mit denen traditionell das Stadtoberhaupt gefangen genommen wird. Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU) folgte dennoch zur närrischen Gerichtsverhandlung, bei der sie freigesprochen wurde. Auch in Kassel beugte sich der Bürgermeister der närrischen Übermacht und überließ das Rathaus den Karnevalisten.

dapd

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