| KULTUR - KULTUR |
| 25.11.2011 - 15:50 Uhr |
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Landesbühnen-Musiker protestieren vor Kunstministerium | |
| Deutscher Bühnenverein will einen Vertragsentwurf vorlegen | |
Dresden (dapd-lsc). Aus Protest gegen drohende Kündigungen ist das Orchester der Landesbühnen Sachsen am Freitag vor das Kunstministerium in Dresden gezogen. An dem Schweigemarsch beteiligten sich auch Musiker anderer Orchester, Angehörige, Freunde und Fans des Orchesters, wie Landesbühnen-Orchestervorstand Carsten Heyder der Nachrichtenagentur dapd sagte. Mit dem Marsch solle symbolisiert werden, dass dem Orchester drohe, zu Grabe getragen zu werden. Die Ankunft vor dem Ministerium sei bewusst auf die Uhrzeit "fünf vor zwölf" gelegt worden. Am kommenden Mittwoch läuft die vom Freistaat gesetzte Frist für eine Einigung zwischen dem Deutschen Bühnenverein und der Deutschen Orchestervereinigung über die Zukunft des bislang staatlichen Radebeuler Orchesters ab. Es soll den Plänen zufolge mit der Neuen Elbland-Philharmonie Riesa zu einem kleineren Klangkörper in Form einer GmbH zusammengelegt werden. Noch im Laufe des Freitags wolle der Deutsche Bühnenverein im Auftrag des Freistaats einen Vertragsentwurf vorlegen, sagte Heyder. "Wenn wir den nicht annehmen, droht allen Landesbühnen-Musikern zum 30. November die Kündigung." Die Deutsche Orchestervereinigung als Vertreter der Musiker hatte dies nach den letzten Verhandlungen in dieser Woche als "Friss oder stirb"-Angebot kritisiert. Zentraler Bestandteil im Angebot des Freistaats ist eine Teilzeitregelung mit niedrigeren Gehältern, die trotz Stellenreduzierung allen Musikern ihren Arbeitsplatz sichern soll. "Keinem Musiker muss gekündigt werden", sagte Ministeriumssprecherin Annett Hofmann. Teilzeitarbeit sei eine solidarische Lösung, die jedem Musiker, der es wünsche, eine Zukunft im Orchester sichere. Hofmann betonte, dass mehr Geld für das Orchester weniger Geld für andere kulturelle Einrichtungen bedeuten würde. dapd | |
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