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VERMISCHTES - VERMISCHTES
25.11.2011 - 22:34 Uhr
Paletten mit einem Impfstoff gegen Schweinegrippe (dapd) - Foto: ddp images / dapd/dapd

Millionen Schweinegrippe-Impfdosen werden verbrannt

Rund 16 Millionen übrig gebliebene Impfdosen werden vernichtet

Magdeburg (dapd-lsa). Insgesamt 34 Millionen Dosen des Schweinegrippe-Impfstoffs Pandemrix hatten die deutschen Länder vom Pharmakonzern GlaxoSmithKline abgenommen und dafür rund 280 Millionen Euro bezahlt. Doch knapp die Hälfte des Medikaments blieb übrig, denn es ließen sich während der bis dato größten Impfaktion erheblich weniger Menschen immunisieren als angenommen.

Rund 16 Millionen in Deutschland übrig gebliebene Impfdosen gegen die Schweinegrippe werden nun - über zwei Jahre nach Beginn der Pandemie - am kommenden Dienstag (29. November) verbrannt. Der von den Bundesländern zentral eingelagerte Impfstoff wird in einem Müllheizkraftwerk in Magdeburg vernichtet, wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums Sachsen-Anhalt am Freitag sagte. Der Impfstoff, der auf 196 Paletten lagere, gelange mit sechs bis acht Lkw-Lieferungen nach Magdeburg.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hatte die weltweite Schweinegrippe-Pandemie im August 2010 offiziell für beendet erklärt. In den vergangenen Monaten waren in den Bundesländern bereits Hunderttausende von Impfdosen vernichtet worden. Deren Haltbarkeitsdatum war im September und Oktober abgelaufen.

Die WHO hatte im April 2009 nach Todesfällen in Mexiko vor dem Beginn einer weltweiten Ausbreitung des H1N1-Virus gewarnt. Weltweit waren während der Pandemie mindestens 18.400 Menschen an dem Virus gestorben. Dem Berliner Robert-Koch-Institut (RKI) wurden zwischen Mai 2009 und April 2010 in Deutschland insgesamt 252 Todesfälle im Zusammenhang mit einer im Labor bestätigten Infektion übermittelt. Drei Viertel der Opfer waren jünger als 60 Jahre. Bei saisonalen Influenzawellen ist laut dem RKI dagegen ein mindestens so großer Anteil älter als 60 Jahre.

dapd

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