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VERMISCHTES - MISSBRAUCH
28.06.2011 - 08:12 Uhr

Mehr über Marian JuarézKommentar von Marian Juaréz

Kardinal Lehmann

Missbrauch hat viele Gesichter

Die Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche: Eine Politik der Vertuschung, der Ignoranz und Heuchelei

Bonn/Trier (OPEN REPORT-marijua). Es stinkt zum Himmel was da im Zeichen des Kreuzes von Seiten der Verantwortlichen in der katholischen Kirche mit einigen Opfern sexuellen Missbrauchs geschieht:

Während für den Papst-Besuch Unsummen in den Wind geblasen werden, speist die katholische Kirche die Opfer sexuellen Missbrauchs mit kläglichen Geldbeträgen ab.

Bevor aber überhaupt einer "Finanziellen Leistung in Anerkennung des erlittenen Leids" stattgegeben wird, tagt in Bonn das "Büro für Fragen des sexuellen Missbrauchs" der Deutschen Bischofs-Konferenz.

Ein im nebulösen und hinter dicken Türen tagendes Gremium von dem lediglich bekannt ist, das es aus Geistlichen, Psychologen, vor Allem wohl aber aus Juristen besteht.

Nicht eine ganzheitliche und transparente Aufarbeitung, vielmehr weitere Vertuschung, Prüfung der Verjährungsfristen und schlichtweg Heuchelei ist es was das Handeln der katholischen Kirchen-Bürokratie bestimmt. Zum Leidwesen der Opfer die sich einer weiteren Form des Missbrauchs ausgesetzt sehen.

Unter Hochmütigen Verweis auf den Schutz der Opfer ent-zieht sich die katholische Kirche jedweder Transparenz in der Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs und der Opferhilfe.

Selbst die Opfer erhalten keine Information darüber, wie die Arbeit des bischöflichen Missbrauchs-Gremium im Detail aussieht. Bezeichnend für die Arbeit des Gremiums ist allerdings, das die "Bewertung der Schwere des Missbrauchs" -was ansich schon eine Ungeheuerlichkeit ist, wenn Kirchenleute kindliches und jugendliches Leid einfach mal so "taxieren"- gänzlich im geschlossenen Kirchen-Kreis von Statten geht.

Es braucht nur wenige Klicke um von der "Heilen katholischen Missbrauchs-Aufarbeitungs-Welt" in die oftmals triste, erschreckende und verzweifelte Realität der Opfer-Biographien zu gelangen.

Damit aber beschäftigen sich Psychotherapeuten, Psychiater oder Neurologen.

"REHA-Nachsorge, Medikamentöse Behandlung mit Antidepressiva, Alpträume, Zwangshandlungen, Panik-attacken", das fach-ärztliche Gutachten eines Missbrauchsopfers aus dem Bistum Trier dokumentiert das jahrzehntelanges Märtyrium - Beschämende 10.000,- Euro bekam das Opfer von der katholischen Kirche.

Jede Seligsprechung kostet mehr...

Aber wie verspricht doch das "Heilige Buch": "Selig sind die Armen denn ihnen gehört das Himmelreich" - Na dann auf eine gute Zeit im Jenseits und bis dahin, da bin ich mir ganz sicher, ist auch der Gestank verzogen.

Von Marian Juaréz

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Tags: Katholische Kirche Sexueller Missbrauch Abtei St.Matthias Trier Entschädigung Vermischtes Kommentar Missbrauch Kirche

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