| VERMISCHTES - TIERE |
| 16.11.2009 - 15:33 Uhr |
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Papstbruder Georg Ratzinger segnet Hospiz-Bernhardiner | |
| Hund Otto zeigt sich vom Rummel unbeeindruckt | |
Regensburg (ddp-bay). Mit zittrigen Händen streichelt Papstbruder Georg Ratzinger dem Bernhardiner Otto in der Alten Kapelle zu Regensburg übers Fell. «A nettes Viecherl», betont er. Der Domkapellmeister hat an diesem Montag die Aufgabe, Otto als Vertreter der Hospiz-Bernhardiner, die seit Jahrhunderten in Not geratene Menschen aus Schnee und Lawinen retten, zu segnen. Er freue sich, den Segen Gottes für Hund Otto zu erbitten, damit er «den Menschen weiterhin helfe und ihnen Freude mache», sagt Ratzinger. Bei Otto ist letzteres wohl wahrscheinlicher, denn er ist zwar Botschafter der Hospiz-Bernhardiner, wird aber nicht als Rettungshund eingesetzt. Stattdessen wird er in Freising von Tiertrainerin Renate Hiltl zum Filmhund ausgebildet. Der einjährige Hund mit dem für die Hospiz-Bernhardiner typischen Fässchen um den Hals zeigt sich am Montag gänzlich unbeeindruckt vom Segnungsrummel in der Kapelle. Geduldig lässt er sich von allen Seiten fotografieren - ab und an belohnt mit einem Leckerli von seiner Trainerin. Selbst als er schließlich mit Weihwasser bespritzt wird, lässt ihn das kalt. Stattdessen fläzt er sich der Länge nach auf den Boden. Stiftsdekan Hubert Schöner bleibt hingegen nicht ganz so ruhig. «Das ist das erste Mal, dass ein Hund in der Sakristei ist», betont er aufgeregt. Zudem gesteht er, ein wenig Angst vor so großen Hunden zu haben. «Für den guten Zweck muss man sich aber seinen Ängsten stellen», gibt er sich tapfer. Die Zucht der Bernhardiner-Rettungshunde befand sich jahrhundertelang in der Hand der Chorherren am Grossen Sankt Bernhard in der Schweiz. Im von Augustinermönchen geführten Hospiz dienten die Hunde ab etwa 1750 dazu, verirrte oder verschüttete Menschen zu retten. Im Jahr 2005 wurde die Zucht aufgegeben, wird aber durch die Gründung der Stiftung «Fondation Barry vom Grossen Sankt Bernhard» weitergeführt. Die Hunde verbringen der Tradition wegen die Sommermonate auf dem Hospiz in der Schweiz. Im Sommer 2006 hatte Papst Benedikt XVI. mit einem Besuch den Stellenwert der Rettungshunde gewürdigt. «Seitdem hatte mein Bruder aber leider keine Möglichkeit mehr, die Hunde zu sehen», berichtete Georg Ratzinger. (ddp) | |
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