| LEUTE - BUNDESPRäSIDENT |
| 27.01.2012 - 17:35 Uhr |
Und täglich grüßt Bundespräsiden Wulff | |
| Blitzableiter, eine neue und sehr alte, aber noch immer eine effektive Erfindung | |
Deutschland (OPEN REPORT-ebb). Und täglich grüßt der Bundespräsident, möchte man sagen. Wie weit müssen seine Vertrauensumfragewerte noch sinken, bevor er ins Grübeln kommt? Ich bin das Thema eigentlich leid, komme und komme aber nicht darum herum. Lediglich in Niedersachsen, wohin es mich notgedrungen verschlagen hat, genießt er noch einige Sympathie, obwohl sie auch hier schwindet, wenn ich die Meinungsumfragen richtig deute. «Salamitaktik» wird wohl das Unwort dieses Jahres werden. Warum sie immer noch angewendet wird, trotzdem sie in den Abgrund führt, ist mir leider nicht schleierhaft, denn die Wahrheit könnte Konsequenzen haben, doch die stückweise noch viel mehr. Wie in kleinen, so im großen, wie ich zu sagen pflege. Familiäre Heuchelei, steigert sich zur Heuchelei gegenüber Freunden. Der Chef wird sowieso belogen. Da hat doch ein gewieftes Unternehmen im Internet ein Spiel entwickelt, damit dem Boss nicht auffällt, dass man nicht arbeitet, sondern ein Computerspiel spielt. Es erscheinen statistische Säulen auf dem Bildschirm, denen man nicht ansieht, dass es sich um eine neue Variante von Tetris handelt. «Der werfe den ersten Stein» gilt nicht nur zu biblischen, sondern auch in unseren Zeiten. Insgeheim ist man empört über das eigene Verhalten und, umso mehr sich diese Empörung steigert, wird sie auf andere übertragen. Als Blitzableiter, wenn man so will. Die Blitzableiterfunktion ist die wichtigste unserer Tage, warum hätte Wulff wohl seinen «siamesischen Zwilling» Glaeseker sonst entlassen sollen? Man redet immer von «Bauernopfern», die nichts anderes sind als Blitzableiter. Wenn in mir ein persönliches Gewitter tobt, tue ich doch gut daran, wenigstens die Blitze von mir abzulenken, unbeachtet der Tatsache, dass, wenn sich ein Unwetter nicht an Ort und Stelle entlädt, es immer wieder kommt. Wenn man die eigene Negativität nicht selber schultert, wird sie nach und nach zu einem Bleigewicht, das man den anderen auferlegt, weil man es selber nicht mehr tragen kann. Federleichte Probleme werden zu tonnenschweren Unmöglichkeiten, wenn man sie nicht sofort angeht. Was wir bis heute nicht begriffen haben-die Physiker sind uns da um Jahre voraus-ist das Gesetz der Polarität. Wir sind immer beides: Gut und Böse, männlich wie weiblich, dunkel und hell, perfekt und chaotisch. Wer den Teufel in sich nicht erkennt, verteufelt die anderen, was ich nicht in Anführungszeichen setzen muss, denn es stammt von mir. | |
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