| VERMISCHTES - BRAUCHTUM |
| 21.02.2012 - 20:48 Uhr |
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Weitgehend friedliche Karnevalssaison | |
| Aber Randale in Saarbrücken - Mainzer Beamte ziehen betrunkene Jugendliche aus dem Verkehr | |
Berlin (dapd). Hunderttausende Jecken und Narren haben die heiße Phase der Karnevalssaison weitgehend friedlich verbracht. Nach den großen Umzügen in Köln, Düsseldorf und Mainz vom Rosenmontag legten Dienstag die Mönchengladbacher nach - rund 400.000 Menschen kamen zum "Veilchendienstag" und bewunderten einen der längsten Züge der Republik. Nach Trier kamen mehrere Zehntausend Zuschauer und beobachteten, wie Narren beim traditionellen "Schärensprung" den Winter rituell vertrieben. Trotz Alkohols und teils beklemmender Menschenmassen - in den Karnevalshochburgen von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz meldete die Polizei bis Dienstag keine größeren Ausschreitungen. Vereinzelt mussten Beamten eingreifen: In Düsseldorf wurden vier Randalierer in Gewahrsam genommen und zehn wegen Körperverletzung festgenommen. In Köln bekamen 15 Karnevalisten Ärger mit der Polizei. Die Polizei sprach vielerorts Platzverweise aus, um die Lage zu entspannen. Im Großen und Ganzen sei der Höhepunkt der "fünften Jahreszeit" deutlich ruhiger und friedlicher verlaufen als in den Vorjahren, sagte etwa ein Polizeisprecher in Koblenz. Massenschlägerei in Saarbrücken Schwerere Ausschreitungen gab es am Montagabend in Saarbrücken. Bei einer Massenschlägerei mit rund 40 Beteiligten wurden zwei Polizisten verletzt. Bereits am Nachmittag war bei einer Messerstecherei ein Mann verletzt worden, zwei Personen wurden daraufhin festgenommen. Insgesamt sei der Umzug aber auch hier ruhig verlaufen, sagte ein Polizeisprecher. In Mainz bereitete der Polizei besonders der übermäßige Alkoholkonsum von Jugendlichen Sorge. Bei jedem vierten kontrollierten Jugendlichen wurde Alkohol sichergestellt. Im Jahr zuvor war dies nur bei jedem zehnten Jugendlichen der Fall gewesen. Die Ausnüchterungszelte seien vor allem aufgrund betrunkener Jugendlicher überfüllt gewesen, sagte ein Sprecher. Millionen Zuschauer verfolgen Umzüge am Fernsehbildschirm Zu sehen waren die Festzüge durch die Karnevalshochburgen in den Liveübertragungen der ARD. Dabei hatten in diesem Jahr mehr Zuschauer eingeschaltet als 2011. Die Parade durch die Kölner Innenstadt verfolgten durchschnittlich 2,74 Millionen Menschen im Fernsehen (Vorjahr: 2,16 Millionen). Auch das Spektakel in Düsseldorf sahen mit 2,24 Millionen deutlich mehr Zuschauer als noch 2011, als sich 1,79 Millionen Menschen zuschalteten. Den Mainzer Umzug verfolgten 1,54 Millionen Zuschauer. Dem Treiben von Narren und Jecken schließen sich am Aschermittwoch meist derb-gemütliche politische Veranstaltungen an: Im Saarland bieten die Parteien einen Monat vor den vorgezogenen Landtagswahlen viel bundespolitische Prominenz auf, darunter SPD-Chef Sigmar Gabriel. Auch in Bayern steigen mehrere Parteichefs in die Bütt: CSU-Parteivorsitzender Horst Seehofer will allerdings auf größere Attacken verzichten, weil er nach dem Rücktritt von Christian Wulff vorübergehend als Bundespräsident amtiert. dapd | |
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