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SPORT - MARATHON
28.10.2011 - 22:03 Uhr

Bericht von Kurt U. Heldmann

Vorjahressieger Wilson Kipsang hat den Marathonweltrekord in den Blick genommen (Foto: Kurt U. Heldmann)

Weltrekord im Fokus

30. BMW Frankfurt Marathon

Frankfurt am Main (OPEN REPORT-kh). Für den Jubiläumsmarathon in Frankfurt hat Vorjahressieger Wilson Kipsang einen "neuen Weltrekord als möglich" in Aussicht gestellt. Die Veranstalter um Marathonchef Jo Schindler haben jedenfalls eine Prämie in Höhe von 50.000 Euro ausgesetzt, wenn es gelingt den erst im September aufgestellten Weltrekord über 2:03:38 zu unterbieten; für Kipsang würde das eine Steigerung seiner Siegerzeit vom Vorjahr um 1:20 Minuten bedeuten. Es geht also nicht nur um den Sieg, sondern auch die Zeiten beim letzten großen Stadtmarathon in Deutschland in diesem Jahr.

Das gilt nicht nur für einen möglichen Weltrekord, für den auch bei den Damen die gleiche Prämie ausgelobt ist. Auch die deutschen Starterinnen und Starter gucken nicht nur auf die Platzierung, sondern vor allem auf die Zeit. Für sie geht es um eine Olympianominierung. Vor allem Sabrina Mockenhaupt hat sich vorgenommen, "eine 2:25 zu laufen; wenn es darunter ist, umso schöner." Der Platz, so Deutschlands derzeit zweitstärkste Marathonläuferin, sei ihr dabei nicht so entscheidend, aber die Top-Ten strebe sie schon an. Während die Sollzeit mit 2:30 für Mockenhaupt durchaus im Rahmen ihrer bisherigen Leistungen liegt, ist die Herausforderung bei den Männern deutlich anspruchsvoller. Hier liegt das Soll nämlich bei 2:12, eine Zeit, die schon lange kein deutscher Marathonläufer mehr unterboten hat.

Jan Fitschen (persönliche Bestzeit 2:20:11) und André Pollmächer (persönliche Bestzeit 2:13:09) gehen diese Herausforderung in Frankfurt an. Einer ihrer Konkurrenten ist der österreichische Staatsmeister Günter Weidlinger, der meint, "Frankfurt bietet eine Top-Strecke, auf der ich sicherlich deutlich schneller laufen kann als (seine Bestzeit) 2:10:47." Die Favoriten auf den Sieg sind jedoch neben Kipsang dessen Landsmänner Robert K. Cheruiyot, Gilbert Kirwa und Wilfred Kigen sowie der Äthiopier Deriba Merga. Bei den Frauen sind es Mamitu Daska und Merima Mohammed (beide Äthiopien), die Vorjahressiegerin Agnes Kiprop (KEN) und die für Gelnhausen startende Wien-Siegerin Fate Tola. Neben Mockenhaupt will auch Susanne Hahn versuchen, nach einer Babypause die Olympianorm zu knacken.

Es wird also spannend werden am Sonntag in Frankfurt. Neben der Welt- und der deutschen Spitze werden auch viele Breitensportler über die Marathonstrecke oder bei der Staffel antreten. Unter anderem will dort auch der 100jährige Fauja Singh aus Indien, der kürzlich als erster 100-Jähriger einen Marathon erfolgreich absolvierte, antreten. Mit 15.000 Sportlern ist der BMW Frankfurt Marathon in diesem Jahr ausgebucht.

Von Kurt U. Heldmann

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