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POLITIK - RECHTSEXTREMISMUS
23.02.2012 - 11:34 Uhr
Aussenminister Guido Westerwelle (dapd) - Foto: dapd/Michael Gottschalk

Westerwelle: Rechter Terror traf Mitbürger und Nachbarn

Der Außenminister unterstreicht das enge Verhältnis zur Türkei

Berlin (dapd). Außenminister Guido Westerwelle hat der Türkei versichert, dass die Neonazi-Mordserie konsequent aufgeklärt und die Regierung in Ankara umfassend darüber informiert wird. Westerwelle zeigte am Donnerstag in einem Beitrag für die Zeitung "Hürriyet" anlässlich des Gedenkens an die Opfer des rechten Terrors Verständnis für die Verunsicherung und die Verbitterung unter den Migranten und betonte, die Regierung nehme diese Sorgen ernst.

Zugleich machte der FDP-Politiker klar, dass es in Deutschland keinen Platz für Ausländerfeindlichkeit, Rassismus und Extremismus gebe. Das belegten viele Bürger mit ihrem Engagement und die Bundesregierung mit den eingeleiteten Maßnahmen. "Denn es waren unsere Mitbürger und unsere Nachbarn, die diesen Taten zum Opfer fielen", machte Westerwelle deutlich.

Westerwelle dankte der türkischen Regierung für den sensiblen Umfang mit dem Thema. Das spreche für die Tiefe und Tragfähigkeit der bilateralen Beziehungen. Es sei gerade der menschliche Faktor, der das Besondere in den deutsch-türkischen Beziehungen ausmache. In keinem Land der Europäischen Union leben so viele Menschen türkischer Herkunft wie in Deutschland.

Inzwischen seien die Kinder und Kindeskinder der ersten "Gastarbeiter", die vor 50 Jahren nach Deutschland kamen, keine Gäste mehr, hob Westerwelle hervor. Sie seien vielmehr fester Bestandteil der deutschen Gesellschaft und leisteten einen wichtigen Beitrag zum Erfolg des Landes. "Ich wünsche mir, dass die furchtbaren Taten einer kleinen Gruppe rechter Extremisten uns nicht auseinanderbringen, sondern im Gegenteil dafür sorgen, dass wir uns gemeinsam den Bedrohungen eines friedlichen Zusammenlebens hier in Deutschland entgegenstellen", schrieb Westerwelle.

dapd

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Tags: Politik Meldung Rechtsextremismus Terrorismus TOP Gedenken Westerwelle ZUS Berlin

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